Die Weltwirtschaft zieht an
Nach dem enormen Abschwung des Welthandels im Jahr 2009 war im vergangenen Jahr eine Erholung zu erkennen. Diese setzt sich 2011 voraussichtlich fort. Vor allem der Export profitiert davon. Dank dieses Exports konnten die Niederlande 2010 ein Wirtschaftswachstum von ca. 1,7 % verzeichnen. Die Produzenten äußern sich inzwischen erheblich positiver über das wirtschaftliche Klima.
Begrenzte Marktnachfrage und steigendes Angebot
Der anziehende Welthandel und der gestiegene Export führten bisher noch nicht zu einer verstärkten Aufnahme von neuen Gewerberäumen. 2010 blieb die Nachfrage - unter anderem durch eine Überkapazität – bei vielen Parteien niedrig. Insgesamt wurden 2,5 Millionen m2 an Gewerberäumen aufgenommen. Das ist deutlich weniger als das langjährige Mittel. Im vergangenen Jahr wuchs das Angebot auf 9,1 Millionen m2.
Mietniveaus sinken weiter
Die Mietpreise fielen das dritte Jahr in Folge. 2010 betrug die Durchschnittsmiete betrug € 45,-/m2. Die schwache Marktdynamik und das wachsende Angebot drücken die Mietpreisentwicklung.
Logistiksektor
Die Aufnahme von Vertriebsräumen fiel unter das Niveau von 2009. Außerdem nahm das Angebot zu. Dadurch, dass die Welthandel-Volumen weiter wachsen, ist die Perspektive für den Logistiksektor nicht ungünstig. Dieses Bild zeichnete sich bereits 2010 im Güterumschlag des Hafens von Rotterdam und auf dem Flughafen Schiphol ab.
Moderate Erholung für kleine und mittlere Unternehmen
Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind für die nationale Wirtschaft von großer Bedeutung. Ein erheblicher Teil der KMU betreibt eine Niederlassung in einem Gewerbegebiet. 2009 wurden die KMU erheblich geschwächt. 2010 war eine leichte Erholung zu erkennen und diese wird sich für viele Branchen 2011 fortsetzen.
Mehr Marktwirkung im Gewerberaummarkt
Der Gewerberaummarkt besteht zu 90 % aus Eigentümern/Nutzern. In den nächsten Jahren ist eine leichte Verschiebung in Richtung des freien Marktes zu erwarten. Außer in der Logistik ist auch in anderen Segmenten eine zunehmende Marktwirkung mit unterschiedlichem Erfolg festzustellen. Beispiele hierfür sind 'Brutstätten', Gewerbezentren und Self Storages. Modernisierung und Professionalisierung führen außerdem zu einem besseren Klima für nachhaltigen Neubau und Renovierung.