Keine Erholung
Mit der Aufnahme von 1,3 Millionen m2 an Büroflächen in 2010 ist keine Erholung in Sicht. Noch werden wenig Büronutzer aktiv. Viele Mieter konzentrieren sich aufgrund massiver Einsparrunden auf Verlagerung, Konzentration und Schrumpfung. Unter anderem dadurch summiert sich das Angebot auf die Rekordsumme von 7,1 Millionen m2.
Spitzenmieten stabilisieren
Die Spitzenmieten des Büromarktes blieben im letzten Jahr in den meisten Städten stabil. In den Niederlanden liegen die Spitzenmieten bei ca. € 325,-/m2. Die Anreize haben jedoch zugenommen. Durch das große Büroangebot haben Nutzer eine starke Verhandlungsposition.
Büronutzung unter Druck
Der Büromarkt nimmt immer mehr den Charakter eines Ersatzmarktes an. Eine andere Nutzung von Büroflächen z. B. aufgrund des 'neuen Arbeitens' sorgt für permanenten Druck in diesem Segment. Wenn sich der Markt nicht anpasst, kommt es zu einem immer größeren Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage.
Gewinn durch regionale Vorgehensweise
Nicht überall in den Niederlanden wird man mit einem großen Büroleerstand konfrontiert. Der Leerstand konzentriert sich hauptsächlich auf eine begrenzte Anzahl von Gemeinden und Stadtgebieten. Kurzfristig ist also mehr Gewinn durch eine regional differenzierte Vorgehensweise beim Leerstand zu erzielen. Fast zwei Drittel des gesamten Leerstands verteilt sich auf etwa zwanzig Gebiete.
Basis bei den Akteuren
Langfristig ist eine stärkere Koordination erforderlich. Viele Parteien begreifen dies. Während der 'Kantorentop' haben Staat, Provinzen, Gemeinden und Branchenvereinigungen gemeinsam einen Plan zur Vorgehensweise aufgestellt. Seine Umsetzung erfordert einen langen Atem.
Andere Sichtweise erforderlich
Dadurch, dass auch jetzt noch neue Gebäude entstehen und dem Markt gleichzeitig nicht genügend Gebäude entzogen werden, steigt der Leerstand immer weiter. Der Neubau passt sich zwar an, aber selbst dann nimmt die Anzahl an Quadratmetern in den nächsten Jahren zu. Deshalb müssen Abriss und Transformation in einem anderen Licht gesehen werden. Und da drückt der Schuh. In den Niederlanden stellt der Abriss keine echte Alternative dar. Daher stellt sich allen Parteien eine sehr schwierige Aufgabe.